Moog Rekofa präsentiert
Nächste Generation modularer Federleitungstrommeln Serien F 6947 und F 6948
Nach der Markteinführung ihrer ersten federgetriebenen Kabeltrommel 2024 stellt Moog die modularen Serien F 6947 und F 6948 vor, die auf Variabilität, Flexibilität und Zuverlässigkeit ausgelegt sind.
Federgetriebene Kabeltrommeln sind essenziell, um Effizienz, Sicherheit und Zuverlässigkeit elektrisch betriebener Maschinen in der Baubranche zu gewährleisten. Sie reduzieren manuellen Aufwand, erhöhen die Betriebssicherheit und ermöglichen flexible Arbeitsprozesse. Turmdrehkrane, Mobilkrane oder Hafenkrane nutzen Kabeltrommeln für die Stromversorgung der Kabine, Beleuchtung oder Steuerung. Bagger, Betonpumpen oder Bohrgeräte, die elektrisch betrieben werden, sind genauso auf sie angewiesen wie mobile Förderbänder oder Hebebühnen. Dabei dienen Federleitungstrommeln heute nicht mehr allein der zuverlässigen und sicheren Energieversorgung, sondern schaffen Grundlagen für die Digitalisierung der Baustelle, indem sie Daten von Sensoren oder Steuerdaten von angeschlossenen Steuerungssystemen übertragen.
Fortführung der Produktentwicklung
Bereits im Jahr 2024 hat Moog Rekofa sein Portfolio aus hochleistungsfähigen Antriebs- und Steuerungssystemen sowie Hydraulik durch die Entwicklung einer ersten federgetriebenen Kabeltrommel erweitert. Nach positiver Resonanz aus dem Markt auf das Entwicklungsprojekt entschieden die Verantwortlichen, die neue Produktsparte gezielt weiterzuentwickeln und auszubauen. Weniger als zwei Jahre später stellt Moog nun die neue Produktgeneration mit den Serien F 6947 und F 6948 vor. Im Vergleich zur Vorgängergeneration bieten die neuen Produktlinien neben der bewährten Leistungsfähigkeit und Robustheit einen modularen Aufbau und ein effizienteres Leichtbau-Design bei erweiterter Funktionalität.
Flexibilität und Effizienz durch modularen Aufbau und Kombinierbarkeit
Die Federleitungstrommeln der Serien F 6947 und F 6948 nutzen ein modulares Baukastensystem, mit dem unterschiedliche Konfigurationen bereitgestellt werden können. Dabei gewährleistet die Konzentration auf wenige Feder- und Seitenronden-Varianten eine reduzierte Variantenvielfalt und Komplexität und trägt insgesamt zu einer Kostenreduzierung bei. Voraussetzung hierfür ist die optimale Kombinierbarkeit der verschiedenen Komponenten, die den neuen Serien hohe Flexibilität sowie eine schnelle Realisierung kundenspezifischer Anpassungen ermöglicht. Möglich sind dabei neben variablen Außenabmessungen, Wickellängen und Federkräften sowohl flexible Kabel- und Steckerkonfigurationen, unterschiedliche Leitungsführungen und Befestigungsadapter als auch eine optionale Integration von anwendungsspezifischen Sensorsystemen.
Gegenüber ihren Vorgängern zeichnen sich die neuen Modelle auch durch eine vergrößerte Kabelkapazität aus. Zusammen mit einer Erhöhung der Zahl an Federumdrehungen reagiert Moog damit auf steigende Anforderungen an Wickellängen und Lebensdauer der Kabeltrommeln.
Sicherheit und Leistungsfähigkeit im Design
Beim Design der neuen Federkabeltrommeln setzt Moog auf geringes Gewicht bei optimierter Leistungsfähigkeit. Die verbesserten Leistungsmerkmale, wie zum Beispiel der Einsatz größerer Federn, unterstützen anspruchsvolle Anwendungen mit höheren Rückzugskräften oder Federmomenten. Realisiert werden so mit den Standard-Modellen Verfahrgeschwindigkeiten bis 1 m/s. Darüber hinaus sind die Trommelgehäuse auf extreme Umgebungsbedingungen ausgerichtet. Die Schleifringe erfüllen modellabhängig die Anforderungen der Schutzklasse IP6K9K. Die eingesetzten Bauteile sind seewasser-, UV- und ölbeständig und damit für anspruchsvolle industrielle Anwendungen geeignet und gewährleisten Funktionssicherheit in einem Temperaturbereich zwischen -40 °C und 80 °C.
Die Serien werden in sechs Varianten angeboten, mit Wickellängen von 10 m bis 80 m, Wickeldurchmessern von 202 mm oder 302 mm, Wickelbreiten von 85 mm, 120 mm, 155 mm und 190 mm sowie Ronden mit einem Durchmesser von 330 mm oder 500 mm. Weitere Varianten können individuell auf Kundenwunsch realisiert werden. Neben der Stromübertragung mit bis zu 32 A, bei Spannungswerten von 60 V AC bzw. 500 V DC, eignen sich die Kabeltrommeln zur Datenübertragung, z. B. via Ethernet, Profinet oder CanBus.

